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08.12.2013
bis 04.05.2014 |
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Carmen (Georges Bizet): Opéra comique in vier Akten von Georges Bizet
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy, nach einer Novelle von Prosper Mérimée
Die Begegnung eines Soldaten mit einer Tabakarbeiterin. Er liebt besinnungslos, fordert und will ganz besitzen. Sie lebt den Augenblick, bedingungslos, in vollen Zügen. Nichts hält sie fest, das Auge hat schon den Stierkämpfer im Visier.
Bei ihrer Uraufführung am 3. März 1875 in der Pariser Opéra Comique ein Flop, ein Skandal, wegen ihrer Unmoral abgelehnt und durchgefallen, ist die Oper inzwischen die wohl bekannteste Oper überhaupt. "Carmen" schockiert, denn die Titelheldin vertritt eine Position jenseits der bürgerlichen Moral. Ihr absoluter Freiheitswille, ihre Bereitschaft, menschliche Beziehungen nur einzugehen auf einer Grundlage völliger Unabhängigkeit, und eine absolute Autonomie an den Tag zu legen, macht sie zu einem unwiderstehlichen Objekt der Begierde. Für die, die sich nach Sicherheit, Treue, Verlässlichkeit sehnen ? wie Don José ? wird sie zum Verhängnis. So wie Carmen kann nur ein Mensch leben, der den Tod nicht fürchtet und keinerlei Erlösungsgedanken mit ihm verbindet.
Bizet schafft mit den Mitteln der Opéra comique ein Musiktheater von grosser Unmittelbarkeit. Die Musik entspringt der genau entwickelten realistischen Situation. Ob in den Sprechtexten, dem Melodram oder den diversen leichten musikalischen Formen (wie Chanson und Couplet), immer fordert er ein präzises, scharf akzentuiertes Artikulieren von Ton und Wort. Jede Möglichkeit von Pathos oder Sentimentalität wird eliminiert. Dieser leichte Ton steht im ausserordentlichen Kontrast zur Tragik der Handlung. Die genaue Charakteristik seiner Figuren und ihrer so nachvollziehbaren, menschlichen Handlungsweisen schaffen einen Schwindel erregenden Kontrast zwischen Banalität und Existentialität.
Musikalische Leitung: Jacques Lacombe / William Spaulding
Inszenierung: Peter Beauvais (1979)
Überarbeitung: Søren Schuhmacher
Bühnenbild und Kostüme: Pier Luigi Samaritani
"Eine Operninszenierung, die sich an die originalen Szenenanweisungen hält - dass man das noch erleben darf! ... So kann man Bizets Meisterstück mal wieder in ihrer ursprünglichen Konstellationen betrachten, die alte Geschichte vom Mann, der die Frau besitzt, und der Frau, die sexuell frei sein will.Und man kann sich so seine eigenen Gedanken machen, was es etwa mit den Kinderchören auf sich hat, die am Anfang das soldatische Gebaren nachahmen und in den Chorszenen im letzten Akt Stierkampf spielen - mit einem Mädchen als Stier: Da scheinen die festgefahrenen, von Carmen unter Einsatz ihres Lebens kritisierten Machtverhältnisse auch in der nächsten Generation gesichert, die Männer spielen Soldaten und die Frauen rennen erfolglos gegen dieses rote Tuch an: Das Mädchen, dass den Stier spielt, unterliegt am Ende. ... In dieser Inszenierung kann man vor allem der Musik und den Sängern zuhören. Yves Abel dirigiert das gut aufgelegte Orchester der Deutschen Oper mit Sinn für frische Farben und leichten Rhythmus." (Berliner Zeitung)
"Ganz Ohr zu sein lohnt sich, denn dem französischen Dirigenten Yves Abel gelingt hier ein Plädoyer für die Schönheiten der opéra comique. Was man von ,Carmen' kennt, sind die rassigen Nummern, der Torero-Kracher, die spanischen Tanzrhythmen. Doch Georges Bizet ist auch ein Meister des duftigen Divertissements, des feinen Parlando, des lichten Orchestersatzes.
Abel macht das Schmuggler-Quintett zum Herzstück der Oper, als Symbiose der italienischen Buffo-Tradition mit dem französischen Esprit, ein Kabinettstückchen lässiger Eleganz, das der dramatischen Handlung erst ihre Fallhöhe gibt. Ebenso intensiv wie mit den Musikern hat Yves Abel auch mit den Sängern gearbeitet. Gesungen wird ein klares, textverständliches Französisch." (Tagesspiegel)
"Musikalisch darf dieser Abend in Erinnerung bleiben als ein Triumph der Empfindsamkeit. Yves Abel gelingt am Pult des Orchesters der Deutschen Oper Berlin Erstaunliches, seine interpretatorische Grundidee beeindruckt: Durch diese ,Carmen' strömt quasi-una-fantasia-Luft, alles darf leicht sein, fliessend, elastisch, variabel, wie ein leiser Windhauch." (Frankfurter Rundschau)
Info und Termine Carmen - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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20.10.2013
bis 04.07.2014 |
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La Traviata (Giuseppe Verdi): Melodramma in 3 Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Roman "La dame aux camélias" von Alexandre Dumas Fils
Auf ihrem Sterbebett überfallen Violetta Valéry, einst umworbene Kurtisane und strahlender Mittelpunkt der Pariser Salons, die Bilder der letzten Lebenszeit wie in einem Fieberwahn. Derzeit von Baron Douphol luxuriös ausgehalten, hat Violetta Valéry, erstmals nach ihrer scheinbaren Genesung von schwerer Krankheit, wieder zu einem Fest geladen. Gaston, Vicomte de Létorières, stellt ihr seinen Freund Alfredo Germont vor und berichtet, dass dieser sie schon seit langem heimlich verehre und sich während ihrer Krankheit täglich nach ihrem Befinden erkundigt habe ...
Musikalische Leitung: Ivan Repusic
Inszenierung: Götz Friedrich (1999)
Bühne: Frank Philipp Schlössmann
"Das oft als Schmachtfetzen hingelegte Sterben der mondänen Kurtisane ? wird hier veredelt zu einer kammerspielgenauen Studie der Leidenschaften und Begrenzungen von Menschen des 19. Jahrhunderts, die einer uns fremden Moral folgen, aber deren Empfindungen ebenso heutig sind." (Inforadio)
"Das ist alles mit hohem handwerklichen Regiekönnen gemacht, ganz ohne jede Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit." (Opernwelt)
"Götz Friedrich hat der Tragödie die Atmosphäre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rückblende erzählt. Schon während des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bühne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weissen Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stülpt sich ein Ballkleid über ? und durch die plötzlich aufbrechenden Türen tänzelt die vergnügungssüchtige Pariser Halbwelt herein. Erzählt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht." (Dramaturgie Deutsche Oper Berlin)
Info und Termine La Traviata - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltungen in: Berlin, Düsseldorf
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13.12.2013
bis 21.05.2014 |
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Tosca (Giacomo Puccini): Melodramma in 3 Akten von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama "La Tosca" von Victorien Sardou In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch "Tosca", wie sich menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Massstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden »grosse«, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise lässt darauf schliessen, dass man ihm mit der Bezeichnung als Verdi-Nachfolger mit dem Etikett des Verismo versieht. Bekanntlich war er ein grosser Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz.
Musikalische Leitung: Donald Runnicles
Inszenierung: Boleslaw Barlog (1969)
Bühne, Kostüme: Filippo Sanjust
"Wohl 20 Minuten rief stürmischer Applaus Sänger, Dirigenten, Regisseur und auch Bühnenbildner immer wieder vor den Vorhang der Deutschen Oper Berlin. [...] Ein verdienter Erfolg für einen leidenschaftlich inspirierten, in sich aber auch wohl abgewogenen glanzvollen Abend voll Melancholie und Sinnlichkeit, zärtlicher Liebe, Eifersucht, Schwermut und nackter Brutalität." (nacht-depesche)
"Boleslaw Barlog inszenierte rigoros pralles, sinnenfreudiges, grosses, kulinarisches Musiktheater." (Der Tagesspiegel)
"Puccinis Oper gehört in der Deutschen Oper Berlin ? nicht zuletzt wegen ihres musikalischen und dramaturgischen Reichtums sowie eines gelungenen Regiekonzepts ? zu den meist gespielten Werken." (Opernglas)
"Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch [Scarpia], als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos [Cavaradossi], als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe [Tosca].
In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas ?Freiheit?. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv.
Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort ? die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation." (Dramaturgie Deutsche Oper Berlin)
Info und Termine Tosca - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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14.05.2014
bis 25.05.2014 |
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Tristan und Isolde (Richard Wagner): Eine Handlung in drei Aufzügen Musik und
Libretto von Richard Wagner
Er wusste es. Sie wusste es.
Eine Scharte an seinem Schwert verrät den unbekannten Fremden. Isolde erkennt, dass es sich bei Tantris um Tristan, den Mörder Morolds, ihres Verlobten handelt. Seine schweren Verletzungen hat er dank ihrer Heilkünste überlebt. Ein zweites Mal schenkt sie ihm das Leben und lässt das Schwert fallen, das ihn töten sollte. Tristans Blick hat Isoldes Hass in Liebe verwandelt.
Er verrät sie. Für seinen König Marke wirbt er um Isoldes Hand und bringt sie auf seinem Schiff nach Cornwall. Einsam ist sie auf dieser Überfahrt, politisch und persönlich gedemütigt. Wut, Trauer und Sehnsucht schütteln sie. Ein Band ostentativer Ignoranz verbindet beide dennoch. Isolde zwingt Tristan zur Begegnung und bietet ihm einen Trank an, der beiden den Tod bringen soll.
Wieder verständigen sich ihre Blicke. Er weiss. Auch sie weiss, dass er weiss und ihr Todesurteil annimmt. Zum zweiten Mal wird Tristans Liebe im Angesicht des Todes offenbar.
Doch es kommt anders. Der Tod verweigert sich. Der Trank, als Gift getrunken, um in Liebe der Liebe auszuweichen, lässt beide überleben. Und die Liebe, geweckt, gestärkt durch gemeinsame Todesbereitschaft, lässt sich jetzt nicht mehr abschütteln. Die Sehnsucht bis in den Tod ist das Los der beiden. Der Trank, in tödlicher Hingabebereitschaft getrunken, hat sich als Liebestrank entpuppt.
Die gesellschaftlichen Bedingungen lassen nicht zu, dass sich die Zuneigung der beiden leben liesse. Aber sie können nicht widerstehen, missachten die Schranken und feiern, was sie fühlen, bis sie verraten werden. Die Liebe Tristans und Isoldes findet ihre ewige Erfüllung in der Ekstase des gemeinsamen Todes.
Der Mensch ist ein Glücksjäger und ein unauslöschbares Verlangen nach der totalen erlösenden Liebe treibt und peinigt ihn von jeher. Richard Wagner kombiniert diese »Wunde der Menschheit« mit dem mittelalterlichen Tristan-und-Isolde-Stoff und schreibt zwischen 1857 und 1865 ein Werk, das die Grenzen von Oper und Musiktheater in allen Dimensionen sprengt. Seine Geschichte über die ewige, unauslöschbare Sehnsucht nach der entgrenzenden Liebe ? nach dem Glück ? löst Wagner als gelungene Utopie auf. Er knüpft an die schon in der Antike diagnostizierte Urverwandtschaft von Liebe und Tod an. Die Macht der Liebe verweist ins Metaphysische. Der Tod bietet genau jene Entgrenzung an, die Auflösung der eigenen Individualität, das Ineinanderfliessen von Ich und Du, jenes transitorische Moment, das in der unendlichen Einheit mündet, nach der es dem Liebenden verlangt. Hier beginnt die Macht der Sprache zu versagen. Das Drama kann Vorgänge nur sukzessiv beschreiben und mit Worten, die dem allgemeinen Erfahrungsschatz entstammen. Hier werden die Möglichkeiten der Musik deutlich, die freier ist nicht nur in der Wiedergabe der Zeit, die sie anhalten, raffen und dehnen kann. Es fällt ihr leicht auch die Simultanität von Vorgängen darzustellen. Wovon man nicht sprechen kann, davon vermag die Musik zu erzählen. Wagner sah die Liebe als eine von allen Entfremdungen des Lebens befreite, als einen transzendenten Zustand der Schwerelosigkeit im Elend des Daseins. Mit TRISTAN UND ISOLDE überschreitet er Grenzen, struktureller, klanglicher und ideologischer Natur.
Musikalische Leitung:
Donald Runnicles
Inszenierung: Graham Vick (2011)
Bühne, Kostüme: Paul Brown
"Graham Vick hat aus Wagners »Tristan« ein ungeheures, bitteres Salon-Stück gemacht, das nicht von einer einzelnen Liebeskatastrophe erzählt, sondern von jener, der alle Welt unterworfen ist. Wir alle sind Opfer, sagt Vick, von Kindesbeinen an sozusagen. Ein Weglaufen ist unmöglich. Man ist seinem Leben und seiner Liebe ausgeliefert von Anfang bis Ende. Mitten im Salon schaufelt ein splitternackter Totengräber ausdauernd ihr Grab. Ein eleganter Sarg gehört ebenso zur Wohnungseinrichtung wie die Küchenutensilien, die man durch ein schmales Fenster erblickt. Das feine zweisitzige Ledersofa wird zur Anklagebank." (Berliner Morgenpost)
"Vick hat die selbstzerstörerische Liebe zwischen Tristan und Isolde in die Welt eines luxuriösen Wohnbungalows unserer Tage verlegt. Die Weltverneinung Wagners, von Arthur Schopenhauer inspiriert, ist der Lebensüberdruss zweier Gelangweilter, die sich mit dem Spritzbesteck den goldenen Schuss setzen wollen und die Droge verwechselt haben. Dass Tristan und Isolde eigentlich schon bei Wagner nicht sympathisch sind, dass ihre Todessehnsucht für den Egoismus alltagsuntauglicher Glücksgierschlünde steht, tritt nun deutlich hervor. Man hat es mit zwei Narzissten zu tun, die immer nur alles oder nichts wollen: Nullsummenspieler ihrer eigenen Existenz, autoaggressive Terroristen." (FAZ)
Info und Termine Tristan und Isolde - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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23.11.2013
bis 26.04.2014 |
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Rigoletto (Giuseppe Verdi): Melodramma in drei Akten von Guiseppe Verdi Libretto von Francesco Maria Piave
?Bezogen auf den Theatereffekt erscheint mir der ?Rigoletto? als das beste Sujet, das ich bisher in Musik gesetzt habe [?]. Dort gibt es Situationen von grosser Kraft, Abwechslungsreichtum, Temperament, Pathos.? (Verdi an Antonio Somma, 22. 4. 1853)
Mit der Beschreibung der Qualitäten seines 1851 uraufgeführten Melodramma nach Victor Hugos Erfolgsstück ?Le roi s?amuse? benennt Verdi zugleich die Herausforderungen, denen sich jede Produktion dieser Oper stellen muss: "Rigoletto" ist ein Meisterwerk, dessen Reiz gerade in der Konfrontation psychologischer Charakterzeichnung mit den Unwahrscheinlichkeiten einer fantastischen Handlung liegt. Halb Tragödie, halb romantisches Schauermärchen ist die Geschichte. Ihr Titelheld, der bucklige Narr, trägt einerseits groteske Züge, ist aber zugleich ein Unterhaltungskünstler, der sein Publikum auf Gedeih und Verderb zum Lachen bringen muss. Seine Tochter Gilda dagegen scheint aus dem Stoff der Engel zu sein ? und ist in ihrer bedingungslosen Liebe und Aufopferung dennoch zutiefst menschlich.
Musikalische Leitung: Pablo Heras-Casado / Moritz Gnann Inszenierung: Jan Bosse (2013)
Bühne: Stéphane Laimé
Info und Termine Rigoletto - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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29.11.2013
bis 11.01.2014 |
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Rusalka (Antonin Dvorak): Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvo?ák
Libretto von Jaroslav Kvapil
Was ist ihnen nicht alles zugeschrieben worden, den verführerischen Wasserfrauen, den gefährlich erotischen Nixen und Undinen? Angst vor den unsterblichen Wesen und Verlangen nach ihrer ausserordentlichen Schönheit trieb die Menschen jahrhundertelang um.
Rusalka, die Nixe in Dvo?áks berühmtester Oper, möchte ein Mensch werden. Denn nur mit einer menschlichen Seele und Gestalt kann sie die Liebe des Prinzen gewinnen, der so oft in ihrem See badet. Auch wenn die Hexe eine harte Bedingung für Rusalkas Verwandlung zur Frau stellt ? den Verlust ihrer Stimme ?, ist diese bereit, für das ersehnte andere Leben alles auf sich zu nehmen, selbst die Gefahr, auf ewig verdammt zu sein, sollte der Geliebte ihr untreu werden. Bezaubert vom schönen, stummen Wesen nimmt der Prinz Rusalka mit. Doch wie anders als in ihren Träumen begegnen ihr die Menschen: Feindselig sind sie und befremdet vom "kalten Ungeheuer". Als der Prinz für eine fremde Fürstin entflammt, flieht Rusalka, verraten und verloren. Nur wenn sie den Prinzen tötet, darf sie in ihre alte Welt zurückkehren. Als Irrlicht begegnet sie ihm zum letzten Mal.
Für Dvo?áks spätes Bühnenwerk schöpfte sein Librettist aus dem reichen literarischen Nixen-Fundus seines Jahrhunderts. Die äusseren Handlungsvorgänge sind nur das Ergebnis innerer Prozesse, die der Komponist schwelgerisch schmerzvoll und surreal flimmernd beschreibt. An der Schwelle zur Moderne komponiert, leuchtet Dvo?áks Musik noch einmal in spätromantischen Farben.
Musikalische Leitung: Patrick Lange
Inszenierung: Barrie Kosky (2011)
Bühnenbild: Klaus Grünberg
"Barrie Kosky kümmert sich keinen Augenblick um die symbolischen Deutungen, die so alt sind wie die Sache selbst, also nicht um Sexualität, Weiblichkeit und Natur. Er erzählt, wie sich ein Fischmädchen seinen Schwanz wegmachen lässt, an Land geht, scheitert und wieder ins Wasser muss. Mehr nicht, und eben das macht ihn zum grossen Regisseur von Opern." (taz)
"Es raubt einem den Atem: Barrie Kosky zelebriert an der Komischen Oper Dvoraks »Rusalka«. Es ist einer der schönsten und berührendsten Opernschlüsse überhaupt - und der finale Höhepunkt des Abends: Die Nixe Rusalka, die so gern ein Mensch sein wollte, ein Weib mit Seele und heissem Herzen, kehrt in ihr angestammtes Element zurück, tödlich verzweifelt, für immer stumm. (?)
Barrie Kosky setzt auf die Kraft des Märchens. Ina Kringelborn und Timothy Richards jedenfalls, die beiden Protagonisten, spielen mindestens so virtuos wie sie singen. Zwei Idealbesetzungen. Sie: mit körperreichem, von Anfang an tragisch infiziertem, nicht immer ganz konsequent fokussiertem Sopran; er: mit grosser lyrischer Intensität im Tenor ? interessanterweise stets leicht guttural geführt, weil dieser Prinz eben an nichts so sehr leidet wie an sich selbst. Patrick Lange am Pult des hoch konzentrierten Orchesters der Komischen Oper weiss diese Qualitäten zu nutzen, auch indem er die Stimmen oftmals einfach mitnimmt und dabei vor kompakten Klängen und schneidigen Akzenten nicht zurückschreckt. Ein stark am Theater orientiertes Dvorak-Spiel, das in seiner Bodenständigkeit überzeugt." (Tagesspiegel)
Info und Termine Rusalka - Komische Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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22.08.2013
bis 26.08.2013 |
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Himmelsmechanik (Mauricio Kagel):
Info und Termine Himmelsmechanik - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Konzert in:
berlin
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02.06.2013
bis 02.08.2014 |
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Die Hochzeit des Figaro (Wolfgang Amadeus Mozart): Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Sechs Jahre lang musste der Dramatiker Beaumarchais kämpfen und intrigieren, bis er Ludwig XVI. die Zustimmung zur Uraufführung seiner Komödie Die Hochzeit des Figaro abgenötigt hatte. Erheblich weniger erfolgreich war der Theaterdirektor Emanuel Schikaneder, der eine deutsche Bearbeitung des Stücks in Wien zur Aufführung bringen wollte: Joseph II. untersagte die Aufführung am Tag der Premiere, genehmigte allerdings die Drucklegung des Textes. Mozart, der gerade eifrig nach einem Stoff für eine neue Oper suchte, las ihn und erkannte seine Eignung für das Musiktheater. In Lorenzo Da Ponte fand er nicht nur einen genialen Librettisten, sondern ? was möglicherweise noch wichtiger war ? auch einen geschickten Taktiker, der die Genehmigung für eine Oper nach dem skandalumwitterten Stoff erwirken konnte.
So konnte das Wiener Publikum doch noch seine Freude haben an dieser Geschichte von einem Aristokraten, der von seinen Dienern im Bunde mit seiner Gattin an der Nase herumgeführt wird. Die Uraufführung der Oper am 1. Mai 1786 gestaltete sich zu einem triumphalen Erfolg, der dem Stück, das seither als eines der Gipfelwerke der Oper gilt, bis heute treu geblieben ist.
Regisseur Barrie Kosky sieht das Stück über den Grafen, der der Zofe seiner nicht mehr besonders stark geliebten Gattin nachstellt und von seinem Diener im Bunde mit seiner Gattung genasführten Grafen Almaviva als "eine Oper über Männer und Frauen in überfüllten, klaustrophobischen Räumen. Eine Oper über Familiengeheimnisse, sexuelle Heimlichkeiten und die Angst vor dem Entdeckt werden. Eine Oper über Glück, Alleinsein und die Suche nach Gemeinschaft. Eine Oper zwischen Luis Buñuels Diskretem Charme der Bourgeoisie und der Entensuppe der Marx Brothers."
Musikalische Leitung: Henrik Nánási
Inszenierung: Barrie Kosky (2005)
Bühnenbild: Klaus Grünberg
"Mit dieser umjubelten Premiere ist die Komische Oper einen weiteren Schritt auf ihrem Konsolidierungskurs vorangekommen. Koskys ,Figaro'-Spass dürfte nicht nur regelmässig für ein ausverkauftes Haus sorgen, mit dieser Produktion kristallisiert sich auch weiter heraus, dass der Mozart-Zyklus zum Alleinstellungsmerkmal des Hauses wird."
(Der Tagesspiegel)
"Sehr schön, sehr komisch, dabei ernst oder besser: Erwachsen."
(Berliner Zeitung)
"Das neue, sehr erfolgreiche Profil der Komischen Oper wird gerade im neuen Mozartzyklus deutlich. Hier wechselt Intendant Andreas Homoki überzeugend die alten Inszenierungen aus. Nach Peter Konwitschnys ,Don Giovanni' und Calixto Bieito ultrabrutaler ,Entführung' führt nun Barrie Kosky ,Die Hochzeit des Figaro' als unterhaltsame, tiefsinnige Komödie über Sexualität und Begehren vor." (Der Standard, Wien)
"Ihr, die ihr wisst, was Liebe ist: Selten kommt Mozarts kühl sezierendes,
blanke Trivialität mit innigstem Ausdruck verschmelzendes Meisterwerk
derart hinreissend komisch auf die Bühne wie hier." (taz)
Info und Termine Die Hochzeit Des Figaro - Komische Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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12.07.2013
bis 10.05.2014 |
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Der Liebestrank (Gaetano Donizetti):
Info und Termine Der Liebestrank - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltungen in: Berlin, Dortmund
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16.06.2014
bis 19.06.2014 |
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Werther (Johann Wolfgang von Goethe & Jules Massenet):
Info und Termine Werther - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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26.02.2014
bis 07.03.2014 |
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Die Hochzeit des Figaro (Wolfgang Amadeus Mozart): Commedia per musica in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Diese Oper ist das Ergebnis von Mozarts erster Zusammenarbeit mit dem Textdichter Lorenzo da Ponte, der später noch die Textbücher zu "Don Giovanni" und "Così fan tutte" verfassen sollte, basiert auf dem damals ebenso aktuellen wie umstrittenen französischen Lustspiel "La folle journée, ou Le Marriage de Figaro" (1783/84) von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais. Eine Komödie über ein Dienerpaar, das sich erfolgreich gegen seine Herrschaft zur Wehr setzt, war im vorrevolutionären Paris der frühen achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts ein unerhörter Skandal.
Dass da Ponte es schaffte, das Stück am Wiener Hof durchzusetzen, der ganz und gar nicht daran interessiert war, ein solch aufmüpfiges Spektakel auf die Bühne zu bringen, grenzt an ein Wunder.
Mozart und da Ponte überarbeiteten die Handlung, milderten die gesellschaftliche Brisanz der Charaktere ein wenig und passten die Dramaturgie des Stückes den Bedingungen des Musiktheaters an, ohne dabei die Bedeutung der Vorlage zu verleugnen. Das Ergebnis war eine der vollkommensten musikalischen Komödien der Operngeschichte: Zeitlos in ihrer Menschlichkeit, raffiniert und voller überraschender Wendungen im Aufbau der Handlung und von einem überwältigenden musikalischen Reichtum, der jede einzelne der Figuren in ihrem Verhältnis zu sich selbst wie auch zu den anderen lebendig werden lässt.
Musikalische Leitung: Friedemann Layer
Inszenierung: Götz Friedrich ( (1978)
Bühne/Kostüme: Herbert Wernicke
"Die Inszenierung von Götz Friedrich folgt der Mozartschen Vorgabe mit psychologischem Scharfblick, Sinn für das Absurd-Komische in den sich steigernden Verwicklungen und mit dem Verständnis für die menschliche Unvollkommenheit, die Mozart, nie entlarvend, aber immer kritisch analysierend begreifbar macht." (Dramaturgie Deutsche Oper Berlin)
Info und Termine Die Hochzeit Des Figaro - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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20.03.2014
bis 08.06.2014 |
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Don Giovanni (Wolfgang Amadeus Mozart & Lorenzo Da Ponte): Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadé Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Ein schneidender Akkord eröffnet am 29. Oktober 1787 im Gräflich Nostizschen Nationaltheater in Prag unter der Leitung des Komponisten die Ouvertüre zu einem Dramma giocoso über den Todeslauf von DON GIOVANNI. In der Geschichte des Musiktheaters ist dieser Augenblick nachträglich mit dem Urknall zu vergleichen. Um sich in die Figur des zügellosen Wüstlings und Gotteslästerers versetzen zu können, musste sich Textdichter Lorenzo da Ponte immer wieder durch Flirts mit der Tochter seiner Wirtin in Stimmung bringen. Mozart selbst, im Jahr zuvor mit seinem FIGARO erfolgreich, komponiert für 1000 Gulden Gage unter grossem Zeitdruck. Die Ouvertüre wird erst am Tag der Uraufführung um 7 Uhr abends fertig. Einen »Blitz« sieht Søren Kierkegaard, der »aus dem Dunkel der Wetterwolke sich löst, unsteter als dieser und doch ebenso taktfest. Höre der Leidenschaft zügelloses Begehren, höre das Rauschen der Liebe, höre das Raunen der Versuchung, höre den Wirbel der Verführung, höre des Augenblicks Stille ? höre, höre, höre Mozarts Don Juan!«
Die Höllenfahrt, zu der der Archetyp sittlicher Verwerflichkeit bislang verurteilt war, fährt ihm diesmal als Seele ein. Für sein Ende wird zwar die ganze abendländische Metaphysik bemüht, doch bestätigt es nicht mehr allein die Gerechten in ihrer Entrüstung, sondern stiftet Betroffenheit. Die Freiheit, die der Libertin wider die verordnete Demut preist, macht ihn an der Schwelle zur Französischen Revolution zum anarchischen Prototyp. In seiner Zügellosigkeit, als Lebensentwurf aus dem Diktat der Hormone geschält, können sich triebhafte Sehnsüchte und Selbstverwirklichungsphantasien nachfolgender Generationen spiegeln.
Das 19. Jahrhundert wird ihn mit Faust verschwägern, um ihn dann sinnbeschwert der Psychoanalyse zu überlassen. Julia Kristeva ortet in ihm den "Sohn einer Mutter, die bei ihrem Gatten zur Träumerin wird und an ihren Kleinen weitergibt, er möge alle Frauen so erobern, wie keiner sie selbst je erobert hat". Dass er traurig sein könnte, hält Albert Camus für unwahrscheinlich. Wie das "Lachen, die sieghafte Frechheit, das Sprunghafte", das zutiefst Irdische, das der französische Philosoph an ihm diagnostiziert, doch täuschen kann! ? Was treibt den Verführer durch die Schlafzimmer der Jahrhunderte? Was jagt den Jäger? Wer ist dieser Mann, der immer nur bedeutet, wirklich?
Musikalische Leitung: Guillermo García Calvo
Inszenierung: Roland Schwab (2010)
Bühne: Piero Vinciguerra
"Die Bühne, hoch, tief, gähnend leer, nackt und schwarz zeigt sich von Anfang tief aufgerissen. Während der Ouvertüre treten allmählich an die zwanzig schwarz gekleideten Herren einzeln ins Rampenlicht, jeder einen metallischen Golfschläger in den Händen: die Don Giovanni-Luxusmeute sozusagen, die ihren Herrn und Meister unauflösbar umgibt. Sie wälzt später den klapprig hölzernen Durchgang herbei, dessen Inschrift auf Italienisch verkündet, wer durch dieses Tor einträte, müsse alle Hoffnung von vornherein fahren lassen. Publikum eingeschlossen.
Gleich am Anfang wird der Komthur mit den Golfschlägern der Bande niedergeprügelt und totgeschlagen. Er ist das siebte Opfer der kultischen Morde, zu denen Giovanni sich gedrängt sieht. Das siebte und letzte wird er selbst sein. Die ihn umwabernde Mordlust ist nichts als sein einziger einsamer Weg zum Heil. So zumindest wollen es die philosophischen Überlegungen Schwabs, breit, aber wenig überzeugend, im Programmheft dargelegt. Inszenatorisch gipfeln sie in Überraschungen am laufenden Band. Die Strahlendste: ?Don Giovanni? verwandelt sich in eine Oper voller Jugendfrische, der aggressiven Lebendigkeit, der körperfrohen Athletik. Sie hat sich in eine Oper zum Hinsehen, nicht einzig zum Zuhören verwandelt. Dabei kann sie sich aufs berückendste auch hören lassen." (Morgenpost)
Info und Termine Don Giovanni - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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02.06.2013
bis 04.03.2014 |
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La Traviata (Giuseppe Verdi): Oper in drei Akten Text von Francesco Maria Piave nach dem Drama "La Dame aux camélias" von Alexandre Dumas d. J.
Musik von Giuseppe Verdi
La traviata ? die "vom rechten Weg Abgekommene" ? thematisiert die Utopie von der Liebe und das Scheitern dieser Utopie an den Schranken des gesellschaftlichen Wertesystems. Liebe und Tod als die beiden Schlüsselbegriffe der Handlung rücken die Kameliendame Violetta und ihr tragisches Schicksal, ihre Liebe, die im Verzicht und nach schwerer Krankheit schliesslich im einsamen Tod endet, in den Mittelpunkt.
Regie: Peter Mussbach (2003) Musikalische Leitung:
Stefano Ranzani / Massimo Zanetti
Bühnenbild: Erich Wonder
Pressestimmen:
"Ein Kleid und sonst nichts. Ein weisses Kleid taucht aus der Dämmerung hinter dem Gazevorhang auf, erstrahlt wie der Gral. Es zieht in der Stille alle Aufmerksamkeit auf sich: Ballkleid, Brautkleid, Totenkleid. Wie aus unendlicher Ferne setzen die Streicher ein. Schemenhaft zeichnen sich vor dem monochromen Rundhorizont allmählich die bleichen Arme der Protagonistin ab und die weissen Seidenschuhe, das mehlweiss gepuderte Gesicht unter der hellblonden Perücke... Sie schreitet wie in Trance, taumelt, strauchelt, sinkt nieder und erstarrt, bleibt aber ? wie eine Erinnerung ? allzeit präsent: als ob die Traviata schon gestorben wäre, bevor sie zum Bühnenleben erwacht. Riesige Regentropfen perlen, per Video herbeibeordert, den Gazevorhang herunter; schemenhaft, zeigt sich der Asphalt der nächtlichen Strassen von Paris oder draussen in der Provinz, in der die Valery und ihr Alfredo doch keine Ruhe finden können: die beschlagene Scheibe distanziert den Blick auf die Ware Liebe wie auf die wahre Liebe. Fast alles, was an die Zeit des Bürgerkönigs Louis Philippe erinnern könnte, wurde getilgt: Zeitlos die überspannte Liebe, ortlos der frühe Tod. Ein riesiger Uhrzeiger rückt vor und wieder zurück.
[...]
Ausgelutscht erscheint die Geschichte der Meisterkurtisane des grossen 19. Jahrhunderts. Was kann oder will das Theater mit ihr noch anfangen?! Peter Mussbach macht noch einmal staunen: Seine neue Produktion an der Berliner Staatsoper, die auch zum Auftakt des Festivals in Aix-en-Provence gezeigt werden soll, basiert auf einem autobiografisch getönten Text von Alexandre Dumas d. J., vom dem auch Francesco Maria Piaves Libretto für Verdis Oper von 1853 ausging, sich dann aber erheblich entfernte. Verdis Handlungslogik wird offen aufgekündigt: Die Tableaus changieren zwischen realistischen Momenten, die gleichsam wirklich gelebtes Leben in Erinnerung rufen, und Bildern, in denen Figuren aus dem omnipräsenten Totenreich auftauchen." (Stuttgarter Nachrichten)
Info und Termine La Traviata - Staatsoper im Schiller Theater Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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14.12.2013
bis 26.01.2014 |
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Die Fledermaus: Komische Operette in drei Akten von Johann Strauss
Libretto von Richard Genée
Herr von Eisenstein geht ins Gefängnis ? in Wahrheit aber zum Ball beim Prinzen Orlofsky. Seine Gattin zeigt sich untröstlich über die Trennung ? ist in Wahrheit aber froh, weil sie als temporäre Witwe eine alte Liebschaft wieder aufwärmen kann. Der Gefängnisdirektor persönlich bringt Herrn von Eisenstein hinter schwedische Gardinen ? in Wahrheit aber den Tenor Alfred (mit dem unwiderstehlichen hohen B), der vorübergehend die Stelle des Hausherrn (samt Pantoffeln und Schlafrock) übernommen hatte. Beim Ball gibt sich Eisenstein als Franzose aus und trifft auf einen »Landsmann« ? der in Wahrheit der verkleidete Gefängnisdirektor (mit kläglichen Französischkenntnissen) ist. Eine schöne Ballbesucherin erinnert Eisenstein an seine Kammerzofe ? und ist es auch wirklich. Die geheimnisvolle ungarische Gräfin, mit der Eisenstein flirtet (wobei er eine Uhr einbüsst) ? ist seine verkleidete Gattin.
Niemand in dieser seltsamen Gesellschaft ist, was er zu sein vorgibt. Jeder spielt eine Rolle, und alle sind Figuren in einer Komödie, ohne etwas davon zu ahnen. Alles ist Lüge oder im besten Falle Halbwahrheit ? und selbst beim Prinzen Orlofsky, zu dessen Erheiterung dieses ganze Intrigengeflecht ins Werk gesetzt wird, weiss man nicht so genau. Wenn am Morgen nach dem Ball der Mantel der verkaterten Nächstenliebe über die halben und ganzen Verfehlungen der letzten Nacht gedeckt und dem Champagner die Schuld an allen Turbulenzen zugeschoben wird, weiss der Zuschauer einiges mehr über das Leben in der gutbürgerlichen Familie und ? wenn er gut aufgepasst hat ? vielleicht auch, warum das Werk seinen Titel führt, obwohl das genannte Tier gar nicht auftritt.
Auf jeden Fall aber hat er ein Stück erlebt, das nicht totzukriegen ? eben unsterblich ? ist. Das Meisterwerk des Walzerkönigs, die Operette der Operetten, voller Witz und Alberei und mit hinreissenden Melodien, die nie mehr vergisst, wer sie einmal gehört hat.
Inszenierung: Andreas Homoki (2007) Musikalische Leistung: Nicholas Milton Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann
"In der Komischen Oper werden die Leiber von Gabriel, Rosalinde und Adele vom Polkarhythmus erfasst, die Bühne dunkelt sich ein und ausgelassen hopsen sie zum Refrain umher - um dann plötzlich ins langsame Tempo zurückzufallen, während die helle Realität sie wiedererfasst (Licht: Franck Evin). Das ist komisch aus der Musik heraus inszeniert". (Berliner Zeitung)
"Sein bester Mann bleibt zweifellos der betrügerische und zugleich genarrte Herr von Eisenstein: Als komödiantischer Sausewind zwinkert Klaus Kuttler tenoral von Anbeginn die Rolle des biederen Cleverle heraus. (...) Gerade Eisenstein und Gefängnisdirektor Frank (geräuschvoll: Martin Winkler) sind ein komödiantisches Traumpaar der Operette. Die Frauen, voran Gun-Brit Barkmin als Rosalinde und Natalie Karl als Adele, das Stubenluder, haben mehr Stimme, die allbekannten Singgirlanden im Walzertakt, zu zeigen. Es ist eine Freude, ihnen dabei zuzuhören." (Berliner Morgenpost)
"Aber nein, ,Brüderlein und Schwesterlein, dui, dui, dui', es kommt ganz anders: Lustig ist der Abend, man lacht unbeschwert von allem tieferen Sinn über den Spass auf der Bühne und über sich selbst, denn Homoki erwischt uns beim Stöbern auf Flomärkten und in Rumpelkammern." (taz)
Info und Termine Die Fledermaus - Komische Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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29.03.2014
bis 30.04.2014 |
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Hoffmanns Erzählungen (Jacques Offenbach): Phantastische Oper in fünf Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Jules Paul Barbier
Drei unglückliche Liebesgeschichten. Sie erzählen von der mechanischen Puppe Olympia, der sterbenskranken Sängerin Antonia und der skrupellosen Kurtisane Giulietta ? und eigentlich doch hauptsächlich von Stella: »drei Seelen in einer einzigen Seele«. Die von Hoffmann ehemals leidenschaftlich Geliebte ist Auslöser von Lust und Leid des Dichters. Von ihr und vom vermeintlichen Tröster Alkohol handelt die Oper mit grossem Sentiment, französischer Leichtigkeit und musikalischer Finesse.
Jacques Offenbach starb, bevor er das Werk abschliessen konnte, und erlebte die Uraufführung von »Hoffmanns Erzählungen« 1881 in der Pariser Opéra comique selbst nicht mehr. Die hinterlassene komplizierte Quellenlage macht jede Aufführung der Oper, die zu den erfolgreichsten des französischen Repertoires gehört, zu einem neuen Abenteuer.
Musikalische Leitung: Yordan Kamdzhalov
Inszenierung: Thilo Reinhardt (2007)
Bühnenbild: Paul Zoller
"Hier geben sich Musik und Theater gegenseitig Kraft, hier wird szenische Intensität möglich durch ein Sängerensemble, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Thilo Reinhardt glaubt an das Werk, vertraut der Partitur und will einfach nur die Geschichte erzählen."
(Der Tagesspiegel)
"Der Clou der ebenso schön anzuschauenden wie konzeptionell starken Inszenierung ist ihr von Paul Zoller grosszügig gestalteter Einheitsraum, das holzverschalte Oval eines Festsaals, das die Zeitreise durch ein erzähltes Leben mit räumlichen Konstanten als Wiederholungen in Strukturen des Umbewussten vermittelt. (?) So erinnert das perfekte Zusammenspiel der Musik mit Maske, Licht, Personenführung und Bühnenbild hier an Zeiten, in denen die Komische Oper Berlin einstmals Theatergeschichte schrieb."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Reinhardts frische, unzimperliche, aber durchaus respektvolle Inszenierung fängt sie bravourös und einfallsfroh ein."
(Berliner Morgenpost)
"Reinhardt muss man loben für seine energische, aber elegante und nie aufdringliche Art dieser Aufklärung (?) das romantische Gefühl selbst mit seinen Teufeln und idealen Frauen hat offenbar keine historische Zeit. Diese altmodisch klingende Unterhaltungsmusik bringt seine Trivialität so präzise zu Gehör, dass sie gute Chancen hat, wieder zum Trend zu werden."
(taz)
Info und Termine Hoffmanns Erzählungen - Komische Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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09.04.2014
bis 09.06.2014 |
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Carmen (Georges Bizet): Opéra comique in vier Akten von Georges Bizet
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze
»Diese Musik schwitzt nicht«, befand Friedrich Nietzsche über Carmen und erwählte das Werk zum Gegenentwurf zu Wagners Orchesterklang. Wenngleich die Polemik gegen den einstigen Abgott nicht ganz objektiv ausfällt, trifft Nietzsches Lob von Bizets Oper doch zentrale Punkte der Komposition. Dass diese Musik bei aller Fatalität des Geschehens dennoch ihre Leichtigkeit behält, ist nicht nur durch und durch französisch, sondern auch durch und durch Opéra comique. Dabei erzeugt ihr charakteristisches Nebeneinander von blutig endender amour fou und banaler Alltäglichkeit operettenhafte Qualitäten im besten Sinne ? und macht Carmen vielleicht gerade darum zur meistgespielten aller Opern. Obwohl Georges Bizet niemals jenseits der Pyrenäen war, ist seine musikalische Vision samt ihrer exotistischen Künstlichkeit derart zum Inbegriff des Spanischen geworden, dass sich zwischen Abbild und Realität kaum unterscheiden lässt.
Musikalische Leitung: Nicholas Milton
Inszenierung: Sebastian Baumgarten (2011)
Bühnenbild: Thilo Reuter
"Dass der Abend nach knapp drei Stunden trotzdem einhellig gefiel, ist zum einen dem Ort geschuldet, der Komischen Oper, und zum anderen den fabelhaften Protagonisten: Stella Doufexis als Carmen und Timothy Richards als Don José spielen hier restlos alles an die Wand. Konzept, Ästhetik, alle Theorie. (...)
Bizets Carmen, das wird einem hier bewusst, ist kein Wagner für Arme, sondern eine genuine opéra comique, mehr Singspiel also, mehr Operette, ja Revue. Dieses Grand-Guignol-Prinzip bedient Baumgarten mit Lust und teilweise wirklich witzigen Dialogen. (...) Der junge Yordan Kamdzhalov am Pult des Orchesters der Komischen Oper ist Feuer und Flamme: Fortissimi wie Böllerschüsse, Kastagnettengeklappere wie MP-Salven! Und auch der Chor des Hauses wird seinem hervorragenden Ruf gerecht. (...) Viel länger als zehn Minuten dauert die Schlussszene nicht, und Baumgarten beschwört mit ihr ein zunächst befremdliches, dann bestürzendes Wechselbad der Affekte und Gefühle: immer hautnah an der Partitur entlang, akribisch seziert, cool montiert, völlig unsentimental und gerade deshalb ergreifend. (...) Für die Agressivität unserer Kultur-Folklore, für Leben und Tod hat Baumgarten einen untrüglichen Sinn." (Tagesspiegel)
"Georges Bizets von Prosper Mérimée inspirierte tödliche Dreiecksgeschichte zwischen der wilden Zigeunerin Carmen, dem braven Soldaten Don José und dem feurigen Torero Escamillo pfeffert Baumgarten mit leichter Hand ins heutige Krisen-Spanien. Dabei gelingt ihm bei der Premiere am Sonntag das Kunststück, die felsbrocken-grossen Klischees dieses Stücks zu bedienen und derart ironisch zu übersteigern, dass er damit zugleich Erwartungen unterläuft.(...) Und der Bulgare Yordan Kamdzhalov, ab nächstes Jahr GMD in Heidelberg, zündet bei seinem Debüt an der Komischen Oper in Bizets komponiertem Kunst-Spanisch jenen farbigen-explosiven Treibstoff, der diese Lebenskomödie und Todestragödie in Flammen setzt." (Nürnberger Zeitung)
Info und Termine Carmen - Komische Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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01.02.2014
bis 11.04.2014 |
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Xerxes (Georg Friedrich Händel): Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto nach Silvio Stampiglia
Der 1738 uraufgeführte Xerxes steht am Ende der Bemühungen Händels um die italienische Oper in London. Mit der ein Jahr später beginnenden Konzentration auf das Oratorium sollte dem Komponisten schliesslich auch der finanzielle Erfolg zuteil werden, der ihm in den fast dreissig Jahren als Opernunternehmer versagt geblieben war. Selbstverständlich hat auch die Handlung dieser Oper nur wenig mit dem titelgebenden Perserkönig zu tun. Vielmehr geht es in dem Stück um die typischen Liebesproblematiken der Barockoper. Statt der charakteristischen, einer Perlenkette gleichenden Abfolge von Rezitativ und Da-capo-Arie verzichtet Händel in Xerxes jedoch weitgehend auf diese Arienform als bestimmendes Strukturprinzip und verwendet knappe, den theatralischen Fluss verstärkende Elemente. Zusammen mit dem ständigen Wechsel von Tragik und Komik ist Xerxes ein erstaunlich modern anmutendes Meisterwerk, das mit einer anrührenden Liebeserklärung an eine Platane beginnt, die zu den berühmtesten Stücken der Musikgeschichte zählt.
Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Inszenierung: Stefan Herheim (2012)
Bühnenbild: Heike Scheel
Info und Termine Xerxes - Komische Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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23.12.2013
bis 29.12.2013 |
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Hänsel und Gretel: Es ist das Märchen schlechthin, mit Weihnachten verbunden nur durch die Lebkuchen, die zu der Jahreszeit gehören. Es ist aber auch der Ursprung der Oper für Kinder. Hervorgegangen ist sie aus einem [nicht erhaltenen] Singspiel für drei Erwachsene und zwei Kinder, die vom Komponisten im privaten Kreis am Klavier begleitet wurden.
Die besonders in Deutschland beliebte Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck - regelmässige Aufführungen an der Metropolitan Opera bestätigen die Regel - ist kann als erster Versuch gewertet werden, die Kunstform Oper Kindern schmackhaft zu machen. Dafür wurde das von den Brüdern Grimm überlieferte Märchen etwas abgemildert: statt einer bösen Stiefmutter, die aus lauter Eigensucht die Kinder in den Wald jagt, gibt es eine Mutter, die in Armut verzweifelt und keine Ahnung hat, dass im Wald "die Böse" wohnt.
Inszenierung: Saskia Kuhlmann. Am Klavier: Kevin McCutcheon. Schlagzeug: Thomas Döringer.
Für Kinder ab fünf Jahren.
Info und Termine Hänsel und Gretel - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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28.11.2013
bis 05.12.2013 |
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La Finta Giardiniera (Wolfgang Amadeus Mozart): Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Karneval 1775 ? Kurz vor seinem 19. Geburtstag wird Mozarts erste Oper La finta giardiniera im Münchner Salvatortheater aufgeführt. Ihre farbenreiche Musik steht ganz im Stile der neapolitanischen Buffa. Das verwirrende Spiel um Verkleidungen und Verwechslungen verpflichtet sich der Tradition Goldonis, zwischen tiefen Emotionen und erheiternder Komik.
Musikalische Leitung:
Christopher Moulds
Inszenierung:
Hans Neuenfels (2012)
Bühnenbild, Kostüme:
Reinhard von der Thannen
Info und Termine La Finta Giardiniera - Staatsoper im Schiller Theater Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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Carmina Burana (Carl Orff):
Info und Termine Carl Orff: Carmina Burana -
philharmonie Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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Die Heimkehr des Odysseus (Claudio Monteverdi): Nach Claudio Monteverdi
Vor zwanzig Jahren wurde Odysseus einberufen, um Krieg zu führen für eine Sache, die ihn selbst überhaupt nicht betrifft. Seitdem wartet Penelope auf seine Heimkehr ? oder die Nachricht seines Todes. Eine Existenz im ständigen Zwischenstadium. Ihr altes Leben ist vorüber, ein neues kann sie nicht beginnen, solang über den Verbleib ihres Mannes nicht Klarheit herrscht. Vergeblich bemühen sich ihre Verehrer Eurimachos, Antinoos und Pisandros, sie zu einer frischen Liebe zu drängen. Vergeblich erträumt sich ihr Sohn Telemach einen Vater, den er selbst nie kennengelernt hat. Und doch haben sie alle sich im Provisorischen ein heimliches Idyll eingerichtet. Als Odysseus in Begleitung seiner Schutzgöttin Athene plötzlich doch heimkehrt, ist nichts wie früher. Sein Sohn erkennt ihn nicht, seine Kontrahenten pöbeln ihn als Penner an, selbst seine Frau hält ihn für einen Betrüger. Endlich dem mörderischen Krieg entronnen, bleibt Odysseus erneut nur der Mord, um wirklich zu Hause anzukommen. Mit »Die Heimkehr des Odysseus« schuf Claudio Monteverdi eine der ersten Opern überhaupt. Komponiert 1640 für den Karneval von Venedig, führt sie selbst einen typischen Karnevals-Topos vor: die verkehrte Welt. Fremde und Domestiken gebären sich als Hausherren, der Hausherr wird als fremder Asozialer ausgeschlossen. »Draussen rast die Zeit«, heisst es im Libretto. Im Haus der Penelope dagegen ist die Zeit stehengeblieben. Eine Laborsituation, die nicht Bestand haben kann. David Marton und sein Ensemble denken sie konsequent weiter. Das Provisorium ist zum Dauer zustand geworden. Doch verheisst es vielleicht auch eine ganz unerwartete Form von Glück? Und ist sein Ende für die Wartenden nicht die eigentliche Katastrophe? In einem Universum, in dem die Zeit ihren gewohnten Lauf eingestellt hat, verbinden sich auch alle Epochen zu einem Zwitter wesen jenseits der Geschichte. Der homerische Mythos überlagert sich mit dem ersten Auftauchen des Odysseus im Musiktheater bei Monteverdi ? und seinen teils paradoxen und überraschenden modernen Inkarnationen. So wird die Bühne zu einer Art archäologischen Stätte, an der aber letzten Endes unsere eigene Gegenwart ausgegraben wird.
Regie: David Marton
Bühne und Kostüme:
Alissa Kolbusch
Mit
Thorbjörn Björnsson,
Jule Böwe,
Niels Bormann,
Franz Hartwig,
Theresa Kronthaler,
Matthias Matschke und
Ernst Stötzner
Info und Termine Die Heimkehr Des Odysseus - Schaubühne Am Lehniner Platz in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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Hänsel und Gretel (Engelbert Humperdinck):
Info und Termine Hänsel und Gretel - Theater, Oper und Orchester Halle in Berlin
Veranstaltung in: Berlin-Mitte
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17.11.2013
bis 04.01.2014 |
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Falstaff (Giuseppe Verdi):
Info und Termine Falstaff - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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19.01.2014
bis 06.02.2014 |
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La Gioconda (Amilcare Ponchielli):
Info und Termine La Gioconda - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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05.04.2014
bis 21.04.2014 |
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Parsifal (Richard Wagner): Bühnenweihfestspiel in drei Akten - Dichtung und Musik von Richard Wagner
Richard Wagner erzahlt die Geschichte des ?reinen Toren?, der von sich und seiner Berufung nichts weiss. Parsifal gerät in zwei gegensätzliche Welten: in die keusche Gesellschaft der Gralsritter und in den erotisch aufgeladenen Lustgarten Klingsors. Dort wird er durch den Kuss einer Frau hellsichtig und kann die Erlösungstat für den leidenden Gralskönig Amfortas und die Gralsritter vollbringen. Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus unterschiedlichsten Sagen, Elementen aus der christlichen und buddhistischen Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem PARSIFAL einen ganz eigenen, neuen Mythos.
Die Angst vor Katastrophen und der ständige Wunsch nach Erlösung begleiteten Wagner selbst jahrzehntelang. Im PARSIFAL stellte er sich der Frage der privaten wie gesellschaftlichen Erlösung mit besonderer Intensität und erfand in der keuschen Männerwelt der Gralsritter eine eigene Utopie.
Musikalische Leitung: Donald Runnicles
Inszenierung: Philipp Stölzl / Mara Kurotschka (2012)
Bühnenbild: Conrad Moritz Reinhardt / Philipp Stölzl
Info und Termine Parsifal - Deutsche Oper Berlin in Berlin
Veranstaltung in: Berlin
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